Donnerstag, Oktober 30, 2008

Kauffrust oder Nählust - Teil 3

Eigentlich ist der hinten offene Kragen bei dem Jackenschnitt Ulrike ganz nett, ein witziger Hingucker und auch mal etwas anderes. Da ich aber eher der konservative 'altbackene" Typ bin und es aber auch gerne warm und kuschelig am Hals habe, habe ich den bereits am Vorderteil angeschnittenen Kragen entsprechend verlängert und hinten geschlossen.

Wie man bei der Fotoanleitung bei Bild 5 und auch ganz gut unten bei dem Foto der Jacke sieht, geht der Kragen am 'Kragenansatz Rückenteil' bis zur hinteren Mitte und oben am Kragen in der hinteren Mitte fehlt sozusagen ein Dreieck damit die Kragenteile zusammentreffen könnten.
Hierzu habe ich beim Schnitt abzeichnen am Kragenende schon gleich mal ein Stück Papier überhängen lassen und dies auch beim zuschneiden des Vorderteiles berücksichtigt. Ausreichend sind hierfür, auch sicherlich in den grösseren Grössen, ca. 6-7 cm.
Kleiner Hinweis: Bei der offenkantigen Verarbeitung von nicht fransenden Stoffen wo an den Säumen und Kanten keine Nahtzugabe benötigt wird, ist zu berücksichtigen, dass für einen geschlossenen Kragen eine Nahtzugabe in der hinteren Kragenmitte benötigt wird.
Die Vorder- und Rückenteilnähte schliessen und nun den Kragen an das Rückenteil "anpassen".
Hierfür habe ich zuerst die Schulternähte geschlossen und dann den Kragen an das Rückenteil gesteckt.
Damit die Kragenoberkanten vom rechten und linken Kragenteil zusammen passten, habe ich um 4 cm verlängert (plus Nahtzugabe). Da der Kragenansatz ja bis zur rückw. Mitte geht, habe ich schräg, in einem Dreieck, zum Kragensatz geschnitten.
Auch hier bitte die Nahtzugabe nicht vergessen.
Die rückw. Kragenmittelnaht schliessen und den Kragen an das Rückenteil annähen und schon ist der geschlossene Kragen fertig.
Da Walkstoff nicht franst, habe ich die Kragen-, Ärmel- und Saumkanten nur in kleinem Abstand zum Rand abgesteppt, damit der Stoff ein bisschen "mehr Halt" hat.
Wer keine Knopflöcher nähen mag, für den ist Walkstoff genau das richtige, da hier nicht unbedingt ein richtiges/genähtes Knopfloch erforderlich ist; den Stoff einfach nur entsprechend einschneiden und mit normalem Stich gut umnähen damit das "Knopfloch" nicht ausleiert.
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Walkstoffe mögen vielleicht etwas teurer sein als manch andere Stoffe, aber wenn man vorher die Schnittteile ausmisst oder zum Stoffkauf mitnimmt, hat man nicht unnötige teure Stoffreste über und so doch ein tolles günstiges Teil.
Nachdem ich beim Stoffkauf Glück hatte (regulär 29Euro/m; 30% Rabatt; 1,30 m+3 Knöpfe) habe ich nun sogar noch eine supergünstige Jacke aus einem hochwertigen Stoff...oder wo bekommt man sonst eine fertige Walkjacke um 32 Euro.

Mittwoch, Oktober 29, 2008

Kauffrust oder Nählust - Teil 2

Es ist eigentlich gar nicht so schwer, sich alleine einen Jackenschnitt einigermassen auf die eigene Figur anzupassen.
Perfekt kann so etwas sicher werden, wenn man eine zweite Person zur Verfügung hat, die einem die zu ändernden Stellen absteckt...mein Mann scheidet da leider aus, da er für so etwas keine Auge hat (aber ansonsten im Hunderstel-Millimeter-Bereich arbeitet; eben Männer *lach).

Wie schon erwähnt habe ich Probleme im Brust- und Hüftbereich, da ich hier keine identischen Masse wie von der Konfektion oder den Schnitten angenommen, sondern ca. 15 cm Differenz habe.
Die ideale Grösse bei dem Jackenschnitt Ulrike wäre für mich: Schulter Gr. M, im Brustbereich Gr. S/M, Taille Gr. M und Hüfte Gr. M/L

Da ich es einfacher finde, wenn die Jacke an den Schultern passt und nur der Brustbereich und/oder der Hüftbereich geändert werden muss, habe ich mir den Schnitt in der Grösse M (38/40) abgemacht, wobei ich mir ab der Taille zusätzlich noch die Grösse L (42/44) aufgezeichnet habe, um einen besseren Anhaltspunkt für die zusätzlich benötigte Mehrweite im Hüftbereich zu haben.

Zuschnitt also in Gr. M und ab ca. der Taille ganz flach in Gr. L übergehend, jedoch nur in Richtung Gr. L.
Bei einem Hohlkreuz und etwas ausgeprägterem Hinterteil ist es auch von Vorteil, beim Rückenteil im Taillenbereich nicht ganz so stark zu taillieren, damit es ein harmonischerer Übergang ist (außer man mag es wie Vivien Westwood).

Vorder- und Rückenteile zusammen nähen, die Seitennähte schliessen und die Jacke probieren (und nicht gleich zu Ende nähen, so wie ich es leider diesmal gemacht habe, da ich mit meinen Gedanken ganz woanders war).
Die benötigten Änderungen (am einfachsten vor dem Spiegel) mit ein paar Stecknadeln markieren und die Nähte entsprechend schmaler bzw. flacher nähen. Bei sehr starken Abweichungen ist es sicherlich auch mal notwendig, die Nähte in zwei oder drei Schritten auf die eigene Figur anzupassen, und nicht gleich extrem abzuändern.Die Änderungen anschliessend auf den Schnitt übertragen, so dass bei der nächsten Jacke nach diesem Schnitt ganz ohne Änderungen genäht kann.
Hier sieht man auch, wie bei mir die gerundeten Nähte im Brustbereich etwas flacher wurden und nach oben und unten langsam auf die Grundschnittform auslaufen, so dass auch über der Brust keine Mehrweite ist.
Und wie schon geschrieben: wenn ich normal stehe und nicht so "komisch" wie bei dem zweiten Foto schlägt es auch keine Falten mehr.
Morgen dann die Kragenänderung.

Dienstag, Oktober 28, 2008

Kauffrust oder Nählust - Teil 1

Hier doch einfach mal die Nählust.
Hat wohl ein kleines bisschen länger gedauert mit meiner "Nählust", da ich nur drauf losgenäht habe und nichts gedacht habe, aber dafür bin ich jetzt absolut zufrieden. (Und wenn ich normal stehe und nicht so "komisch" wie bei den Fotos schlägt es auch keine Falten mehr.)
Jackenschnitt Ulrike - etwas konservativer mit innenliegenden Nähten und hinten mit geschlossenem anstatt offenen Kragen ganz dezent in uni aus Walkstoff.
Wen mehr über die Änderungen interessiert, einfach wieder reinschauen.
Die Tage gibt es noch ein paar Bilder und ein paar Hinweise/Tips zu meinen Änderungen.

Montag, Oktober 27, 2008

Kauffrust oder Nählust

Ich mag ja sehr gerne selbstgenähtes, doch ab und zu mag und muss ich auch mal shoppen gehen.
Manchmal habe ich Glück und finde was, das gefällt und passt, und mit ganz grossem Glück zudem auch noch günstig ist. Aber meistens sind dies dann nur leger geschnittene Teile ohne "Figurfreundlichkeit". Es passiert mir aber immer wieder, das ich gefrustet das Geschäft verlasse ohne was gekauft zu haben, da nichts passte. Manche mögen vielleicht sagen, was hast du für Probleme, deine Figur ist doch gar nicht so schlecht. Einerseits mögen sie recht haben und ich könnte zufrieden sein, wenn da nicht...
Ja, genau wenn da nicht diese Grössenunterschiede wären. Die Konfektion ist eben auf "proportionale" Maße ausgerichtet. Proportionen habe ich auch, nur was für welche.
Bei Hosen habe ich "meine Marke" gefunden. Aber bei Oberteilen ist das so eine Sache, vor allem wenn es mal ein etwas chickeres Teil als nur ein einfaches Shirt oder eine Windjacke ist, das Frau ja auch ab und zu möchte oder auch braucht.
Entweder passt es an Schultern oder Oberweite oder Hüfte. Aber alles gleichzeitig ist fast unmöglich. Wenn eine Jacke oder Bluse im Schulter/Brustbereich gut passt, kriege ich garantiert die Knöpfe in Hüfthöhe nicht mehr zu, auch wenn ich schon den Bauch eingezogen habe. Folglich kann so ein Teil nur offen getragen werden...manchmal ganz schön kalt und luftig.
Wenn eine Jacke oder Bluse aber im Hüftbereich gut sitzt und etwas locker zu geht (ohne zu spannen), ist dieses Teil garantiert oben herum zu gross...die Schultern hängen nach unten, und was noch schrecklicher aussieht, das Teil schlägt Falten und ist einfach viel zu weit. Das geht dann aber auf keinen Fall.
Warum gibt es nichts, das oben herum Gr. 36/38 hat und im Hüftbereich 42 oder sogar 44?? Okay, eine Alternative wäre massgeschneiderte Mode, aber wer kann sich das leisten.
Bei solchen Fällen bin ich dann wieder Gott froh, dass ich nähen kann und mir so wenigstens selbst behelfen kann.

Sicherlich ist es bei den Schnitten auch so, dass sie proportional ausgelegt sind, aber mit ein bisschen ändern kann ich mir da wenigstens ein meiner Ansicht nach gut passendes Teil selber schneidern.
Sicherlich ist dies auch mit etwas mehr Mühe verbunden, aber das Ergebnis am Schluss erfreut einen dafür um so mehr.

Freitag, Oktober 24, 2008

Donnerstag, Oktober 23, 2008

Reihenfolge beim Nähen

Nähen - absteppen - fertig - probieren - denken.

Wohl die verkehrte Reihenfolge für eine perfekte Passform für mich. Mit dem denken habe ich es zur Zeit wohl nicht so, sonst wüsste ich, dass dies für mich die falsche Reihenfolge ist.

Manchmal bin ich eben gerne Perfektionist und mag keine Kompromisse.
Da hilft nur auftrennen, auftrennen, auftrennen.

Die perfekte Reihenfolge für mich und meine Figur doch eher so:
Denken - nähen - probieren - anpassen- probieren - passt - absteppen - fertig.

Ich geh jetzt mal Nähte absteppen. Die Passform finde ich jetzt soweit perfekt für meine Figur.

Dienstag, Oktober 21, 2008

Amelie Nr. 2

Der Nährvirus hat mich wieder in seinen Bann gezogen (da kann man so richtig schön die Seele baumeln lassen).
Da wir aber 2 Tage unterwegs waren und der Sonntag sowieso ganz der Familie gehört, musste ich meinen frisch infizierten Virus kurz unterbrechen.
Fertig geworden ist gestern allerdings nur eine ganz einfache uni Amelie, so wie es meine Schwägerin am liebsten mag; wieder in Gr. 110/116.Sonst habe ich wohl auch noch ein bisschen genäht, jedoch noch nichts fertig.
Zur Abwechslung mal wieder für mich und meine Seele.

Donnerstag, Oktober 16, 2008

Yorik Nr. 3 ...

ist nun auch endlich fertig. Dieses Mal allerdings als Jacke. Die Idee stammt jedoch nicht von mir, sondern die habe ich mir bei Sanna geklaut.
Dazu passend ein Quiala-Shirt bei dem ich ja zuerst Vorder- und Rückenteil mit dem Muster auf dem Kopf zugeschnitten habe. Bei den Drachen sah man es nicht gleich, aber bei der Zahl. Aus dem "Verschnitt" gab es dann dafür die Innenkapuze und die Belegstreifen.Eigentlich sollte die Jacke ganz uni und ohne irgendwas drauf werden.
Den neuen Tribal-Stickis von Claudia und Jeanette konnte ich allerdings nicht widerstehen. Die mussten einfach drauf ...ich liebe Tribals...dafür aber ganz Ton-in-Ton gehalten.
Mal wieder eine tolle Stickserie, vor allem auch für uns Grosse.
Und noch ein Teilchen habe ich mir genäht.
Aus dem schwarzen Reststoff den ich für 10 Euro bekommen habe. Außen wie Walk und innen ein bisschen wie Strick und leicht dehnbar.
Das "Rebel in mind" finde ich im Moment irgendwie passend zu mir, also musste das auch noch für mich sein.
Bilder dazu gibt es erst später...außerdem brauche ich da noch was passendes dazu.
Die nächsten Tage wird hier nichts genäht, da sind wir dann hier zu finden. Bei uns sind wohl noch keine Ferien, aber Marina hat trotzdem für morgen schulfrei bekommen.

Dienstag, Oktober 14, 2008

Stoffsucht...

oder was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Nachdem ich heute schon wieder einen Termin in der Stadt hatte, musste ich doch noch unbedingt in ein Stoff-Wolle-und-sonst-noch-alles-mögliche Geschäft gehen, dass wegen Geschäftsaufgabe reduziert hat.
Ja, ich weiß, ich habe schon mehr Stoffe als ich je in meinem Leben vernähen kann, und dass ich unbedingt Stoff abbauen solllte und keine zusätzlichen Stoffe mehr kaufen.
Aber die Sucht war nun mal wieder stärker...und ich habe nur diese 3 Stöffchen gekauft. Roter und oranger Walk und der schwarze auch so eine Art Walk aber nur ein Reststück von 80 cm. Die Stoffe werde ich jetzt noch ein bisschen streicheln und ein schönes Plätzchen dafür suchen, bevor mein Mann diese Stoffe auch noch entdeckt und womöglich meint, ich möchte jetzt selbst einen Stoffladen aufmachen.
(Ja mein Schatz, ich liebe dich auch.) Immerhin habe ich gestern schon mal mit einem Shirt für mich angefangen. Das Vorder- und Rückenteil musste ich jedoch 2x zuschneiden, nachdem ich als ich die Ärmel zuschneiden wollte, erst gemerkt habe, dass das Muster auf dem Kopf steht. Aber der Stoff hat trotzdem noch gerade so gereicht, da jeweils ein Ärmel noch seitlich von Vorder- und Rückenteil auf den Stoff gepasst hat; Glück gehabt.

Montag, Oktober 13, 2008

Noch nichts genähtes...

gibt es hier, auch wenn ich schon einige Tage wieder zu Hause bin. Es wartet wohl noch etwas davon, um endlich vernäht zu werden, aber zu mehr als etwas zu sticken konnte ich mich noch nicht aufraffen.
Dafür habe ich mir etwas für die Seele gegönnt, nichts besonders, aber so ein richtig kuschliger Jersey für den Herbst. Vielleicht spornt er mich an, um mich endlich wieder an die Maschine zu setzen und ein paar Stoffe zu verarbeiten. Stoffe hätte ich ja wahrlich schon mehr als genug und sollte ja eigentlich keine Stoffe mehr kaufen.
In der Zeit als ich faul herumlag waren mein Mann und mein Schwager (der Papa von meiner kleinen Nichte Lea) nämlich nicht untätig. Wir haben mit einer weiteren Umbaumaßnahme begonnen und der fällt auch mein Nähzimmer etwas zum Opfer. Spätestens wenn der Wanddurchbruch erfolgt, sollte mein Nähzimmer leer geräumt sein...ich frag mich nur wohin mit all den Stoffen, wenn ich nicht wenigstens ein bisschen was davon vernähe.
Geplant ist schon mehr als genug, sogar Marina hat schon Bedarf angemeldet *freu*. Vielleicht sollte ich dann jetzt also mal so langsam wieder in die Gänge kommen...vielleicht spornt mich der neue Stoffe an...vielleicht spornt mich auch dieser Post an.

Mittwoch, Oktober 01, 2008

Zeit

Zeit ist hier gerade absolute Mangelware. Manches nette und auch manches weniger nette kommt dazwischen.
Ein bisschen Zeit habe ich mir wenigstens bei der Suche nach Knöpfen gespart. Die neue Knöpfe-Stickserie von Jeanette kam wie gerufen; ihr wisst ja wo ihr sie findet...und die passenden überziehbaren Knöpfe gibt es bei Farbenmix.
Und wenn man sich bei beim beziehen der Knöpfe ein bisschen mehr Zeit nimmt wie ich, dann sehen sie auch richtig schööön aus.

Zeit - nicht einmal zum Knöpfe annähen reicht hier die Zeit, geschweige denn Knopflöcher...wird aber alles noch nachgeholt.
Ich bin dann gleich für ein paar Tage weg.